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Einführung in die Moxibustion-Techniken

Einführung in die Moxibustion-Techniken

Moxibustion wird nach verschiedenen Techniken praktiziert. Einige sind einfach und lassen sich leicht anwenden, während für andere eine Ausbildung an einer Akupunktur- oder chinesischen Medizinschule erforderlich ist. Es sei darauf hingewiesen, dass nicht alle Schulen die gleichen Methoden lehren und einige je nach Tradition (chinesisch, japanisch, koreanisch usw.) variieren können.

Anwendungsbeispiele für häufige und leichte Beschwerden finden Sie in unserem Heft zur Praxis der Moxibustion.

Wichtige Warnhinweise

Moxibustion-Techniken bergen Verbrennungsrisiken, wenn sie nicht korrekt beherrscht werden.

Schwangere: Bestimmte Punkte und Körperzonen (insbesondere Bauch und Kreuzbein) sind während der Schwangerschaft strengstens kontraindiziert, besonders bei einer Risikoschwangerschaft. Die Konsultation eines qualifizierten Praktizierenden ist unerlässlich.

I. Moxibustion mit Beifuß-Kegeln

(Unsere Produkte für diese Techniken: Gereinigtes Werg EP50 oder Vorgemahlenem Beifuß vom 21. Juni EC21)

1. Direkte Moxas

Ohne Narbenbildung:
Ein kleiner Beifuß-Kegel wird direkt auf die Haut gelegt.
Er wird angezündet und dann entfernt, sobald die Hitze intensiv wird.
Der Vorgang wird 3 bis 5 Mal wiederholt, bis eine leichte lokale Rötung entsteht.

Mit Narbenbildung:
Diese alte Technik (bei der der Kegel bis zur Verbrennung ausbrennt) wird heute aus Sicherheits- und ethischen Gründen nicht mehr angewendet.

2. Indirekte Moxas

Diese Techniken verwenden eine Unterlage zwischen Haut und Beifuß-Kegel.

Auf grobem Salz:
Hauptsächlich auf den Nabel aufgetragen.
Der Nabel wird mit grobem Salz gefüllt, auf das der Kegel gelegt wird.
Entfernen, sobald die Hitze zu stark wird.
3 bis 5 Mal wiederholen.

Auf einer Ingwerscheibe:
Eine ca. 3 bis 4 mm dicke Scheibe (wie eine 2-Euro-Münze).
Ingwer hat eine zusätzlich stimulierende und wärmende Wirkung.

Auf einer Knoblauchscheibe:
Gleiche Vorgehensweise wie beim Ingwer, mit eher reinigender Wirkung.

Auf Akonitwurzel (Fu Zi):
Nur zu historischen Referenzzwecken erwähnt, da Akonit eine hochtoxische Pflanze und heute für den therapeutischen Einsatz verboten ist.

II. Japanische Moxibustion

(Eine eigene Kategorie)

Okyu-Technik:
Winzige Kegel in Reiskorngröße werden mit einer speziellen Creme (Moxa-Paste oder Shiunko-Creme) auf der Haut befestigt.
Diese Methode ermöglicht eine feine und schrittweise Stimulation.

Ontake-Technik:
Moxa wird in eine Bambusröhre eingeführt, angezündet, dann wird die Röhre auf der Haut geklopft oder gerollt.
Der Effekt ist sowohl wärmend als auch massierend, ohne Verbrennungsgefahr.

III. Moxibustion mit Beifuß-Stäbchen

(Standard-Moxa-Stäbchen und Moxa-Stäbchen kleinen Durchmessers)

Sanfte Moxibustion:
Das Stäbchen wird angezündet und ca. 5 cm von der Haut entfernt gehalten, dabei kleine Kreise oder Hackbewegungen ausführend.
Die Wärme sollte angenehm und durchdringend sein, ohne Verbrennungen.
Diese Methode wird oft mit Tonisierung assoziiert (auch wenn diese Tonisierung/Dispersion-Unterscheidung für die Moxibustion nicht allgemein anerkannt ist).

Starke Moxibustion:
Das Stäbchen ist gut glühend, die Asche wird regelmäßig entfernt.
Es wird auf 2 bis 3 cm an die Haut gebracht, bis der Patient ein Hitzeprickeln spürt, dann entfernt.
Mehrmals wiederholen.
Diese Methode wird eher zur Zerstreuung eingesetzt.

IV. Warmnadel

(Mini-Moxa-Rollen M1, Mini-Moxa-Rollen M2, Mini-Moxa-Rollen M3 und Gereinigtes Werg EP50)

Eine Akupunkturnadel wird am gewählten Punkt eingeführt, dann wird ein kleiner Moxakegel auf die Spitze des Nadelgriffs gesetzt.
Er wird angezündet (oft mit einem Räucherstäbchen) und ca. 2 Minuten brennen gelassen, bevor er entfernt wird.
3 bis 5 Mal nach Bedarf wiederholen.

Diese Technik ist besonders wirksam bei Gelenkschmerzen, rheumatischen Erkrankungen und "Bi Zheng"-Syndromen (Blockierungen durch Kälte und Feuchtigkeit gemäß der chinesischen Medizin).

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