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Die Moxibustion von Yong Quan (Ni 1), um das Feuer an seine Quelle zurückzuführen

Es folgt die weitgehend übersetzte Darstellung eines Artikels, der 2012 im Shandong Journal of Traditional Chinese Medicine erschienen ist, verfasst von He Yan'e, Tian Dehua und Du Chen von der Schule für Akupunktur-Moxibustion und Tuina der Universität für Chinesische Medizin in Chengdu. Sein Gegenstand: zu erklären, warum sich bestimmte Formen der Schlaflosigkeit behandeln lassen, indem man dort Feuer hinzufügt, wo bereits zu viel davon zu sein scheint.

Zusammenfassung

Schlaflosigkeit durch die fehlende Verbindung von Herz und Niere zu behandeln, indem man Yong Quan moxt, um das Feuer an seine Quelle zurückzuführen, heißt, die rein yanghafte Natur des Beifußfeuers gegen das aufsteigende Auflodern des Drachenfeuers einzusetzen. Die Methode gehört zur Behandlung durch Mitgehen, jener, die der scheinbaren Richtung des Symptoms folgt, statt sich ihr entgegenzustellen.

Sie zielt auf zwei Lagen: die Schlaflosigkeit bei Yang-Mangel der Niere, bei der das wahre Feuer der Niere nach oben treibt, und die Schlaflosigkeit, bei der das Feuer, weil das Yin der Niere leer ist, die Tiefe verliert, die es in Reserve hielt, und nicht mehr an seine Quelle zurückkehrt.

Die Moxibustion von Yong Quan führt das Feuer an seine Quelle zurück: Sie lässt das umherirrende Feuer bis in seine Wohnstatt hinabsteigen, nach Mingmen — dem Tor des Lebens — und in die Niere, sodass das Yang in das Yin eintritt und der Schlaf in der Nacht kommt.

Schlüsselwörter: Punkt Yong Quan; Moxibustion; fehlende Verbindung von Herz und Niere; Schlaflosigkeit; das Feuer an seine Quelle zurückführen.

Einleitung

Die Schlaflosigkeit, die die chinesische Medizin auch bu mei nennt, zeigt sich als Schwierigkeit einzuschlafen oder als Schlaf von schlechter Qualität, und ihre Ursache liegt darin, dass das Yang nicht in das Yin eintritt.

Das Yang tritt in das Yin ein: Man schläft. Das Yang tritt aus dem Yin heraus: Man erwacht. Yin und Yang in Einklang zu bringen ist daher die Leitlinie der Diagnose in der Behandlung der Schlaflosigkeit.

1. Die fehlende Verbindung von Herz und Niere ist der wichtigste Mechanismus der Schlaflosigkeit

Das Su Wen sagt, dass unter dem Ministerfeuer das Qi des Wassers die Ablösung übernimmt, und dass unter dem Kaiserfeuer die Yin-Essenz die Ablösung übernimmt. Ablösen heißt nachfolgen, um zu mäßigen.

Jedes der sechs Qi regiert der Reihe nach, und solange es regiert, herrscht seine Kraft vor. Daher die Formel: Was im Übermaß ist, schadet, die Ablösung hält es nieder, und dieses Niederhalten erlaubt dem Leben, sich zu erzeugen und zu wandeln. Überall dort, wo ein Übermaß schädlich zu werden droht, hält die Natur das Qi bereit, das es einzudämmen vermag. Der Mensch ist ein Abbild des Himmels, und sein Körper gehorcht derselben Regel.

Herz und Niere gehören beide dem Shao Yin an, der Ebene von Wasser und Feuer, der Wurzel von Yin und Yang. Das Herz regiert das Blut und die Gefäße, die Niere regiert das Wasser und speichert die Essenz.

Im guten Zustand ist das Feuer des Herzens das Kaiserfeuer und das Feuer der Niere das Feuer des Lebens; das Feuer des Lebens ist die Wurzel des Kaiserfeuers, das Kaiserfeuer ist dessen Flamme.

Das Kaiserfeuer steigt bis zum Wasser der Niere hinab und hindert es daran, kalt zu werden; das Feuer des Lebens lässt das Wasser der Niere als Dampf bis zum Herzen aufsteigen und hindert das Feuer des Herzens daran, allein aufzulodern. So stellen sich die Verbindung von Herz und Niere und die gegenseitige Vollendung von Wasser und Feuer her.

Huang Liuhua erinnert daran, dass die medizinische Literatur der Schlaflosigkeit zahlreiche Ursachen zuschreibt, dass diese aber kaum je über die Störungen von Herz und Niere hinausgehen.

Die Yin-Linie in der Mitte des Feuer-Trigramms ist die Wurzel des Yin: Indem sie hinabsteigt, erzeugt sie die Wasser-Essenz. Die Yang-Linie in der Mitte des Wasser-Trigramms ist die Wurzel des Yang: Indem sie aufsteigt, wird sie zur Mutter des Feuers.

Wenn die beiden Trigramme einander vollenden, stimmen Wasser und Feuer überein, das Yang tritt in das Yin ein und man schläft; andernfalls bleibt das Yang draußen und man wacht.

Hinzu kommt der Lauf des Abwehr-Qi. Nachts vollzieht es fünfundzwanzig Umläufe in der Yin-Sphäre des Körpers; dieser Lauf geht vom Nierenmeridian aus, dem Shao Yin des Fußes, und erreicht die fünf Organe. Da das Shao Yin der Angelpunkt des Yin ist, findet der Übergang nicht statt, wenn dieser Angelpunkt schlecht arbeitet: Man will schlafen, ohne es zu vermögen.

Das Shang Han Lun unterscheidet bei einer Störung des Shao Yin eine Form, die sich in Kälte wandelt, und eine Form, die sich in Hitze wandelt, je nachdem, ob das Yin oder das Yang dieser Ebene im Übermaß oder im Mangel ist.

Sein Kernsatz sagt, dass der Puls dort fein und kaum wahrnehmbar ist und dass der Kranke nur zu schlafen begehrt: zu verstehen ist, dass er liegen bleiben will, ohne wirklich zu schlafen, in einer Niedergeschlagenheit, einem trüben Bewusstsein, einem Halbschlaf, der kein Schlaf ist.

Das ist die kalte Form, in der das Yang von Herz und Niere leer ist und den Geist nicht mehr nährt — das Yang-Qi, sagt der Klassiker, nährt den Geist durch seinen feinen Anteil und die Sehnen durch seinen geschmeidigen Anteil. Da das Wasser kalt und des Yang beraubt ist, dämmert man dahin, ohne zu schlafen.

Zhang Jingyue schreibt im Jingyue Quanshu, dass das ursprüngliche Yang ohne Wurzel bleibt, wenn das Yin von Mingmen leer ist: Das Drachenfeuer hat keine Bleibe mehr, es zerstreut sich und kehrt nicht zurück.

Das Shang Han Lun beschreibt die andere Seite: Nach zwei oder drei Tagen einer Störung des Shao Yin, mit innerer Unruhe und der Unmöglichkeit, liegen zu bleiben, ist es die Abkochung Huang Lian E Jiao Tang, die den Fall beherrscht.

Das ist die heiße Form, und diese Hitze kommt daher, dass das Yin, weil es leer ist, das Yang nicht mehr hält: eine leere Hitze steigt auf, treibt umher, stört den Geist des Herzens, und der Schlaf kommt nicht.

Die fehlende Verbindung von Herz und Niere ist also tatsächlich der wichtigste Mechanismus der Schlaflosigkeit.

2. Mechanismus der Rückführung des Feuers an seine Quelle

2.1. Was die Rückführung des Feuers an seine Quelle ist

Es ist die Methode, die für genau den Fall ersonnen wurde, in dem das Feuer nicht an seine Quelle zurückkehrt. Die Ärzte haben sie vor allem über die Arzneimittellehre umgesetzt, namentlich über Zimt und Aconitum.

Wang Bing erläutert in seinem Kommentar zu jener Stelle des Nei Jing, an der es heißt, man müsse in schweren Fällen in die Richtung der Krankheit gehen, dass dieses Feuer ein Drachenfeuer ist: Feuchtigkeit facht es an, Wasser entflammt es.

Wer seine Natur nicht kennt und es mit Wasser zu brechen meint, trägt seine Flamme nur bis zum Himmel und wird warten müssen, bis der Brennstoff erschöpft ist.

Wer seine Natur kennt, denkt gegen den gesunden Menschenverstand und verfolgt es mit Feuer: Das Auflodern legt sich dann von selbst.

Es ist diese Erwähnung des Drachenfeuers und der Verfolgung durch das Feuer, die den Weg zur gesamten späteren Therapeutik der Rückführung des Feuers an seine Quelle eröffnet.

Das Feuer steigt auf, so ist seine Natur. Kennt man diese Drachennatur und weiß man, dass Qi gleicher Natur einander rufen, so bedient man sich der Moxibustion, um das umherirrende Feuer bis in seine Wohnstatt Mingmen hinabsteigen zu lassen: Genau das heißt, das Feuer an seine Quelle zurückführen.

Schlaflose mit fehlender Verbindung von Herz und Niere zeigen meist Hitze oben und Kälte unten, mit einem Auflodern leeren Feuers:

  • Unruhe und Schlaflosigkeit;
  • Herzklopfen und reichliche Träume;
  • Schwäche von Lenden und Knien;
  • Hitzewallungen und Nachtschweiß;
  • trockener Mund und Rachen;
  • heißes Gesicht;
  • Hitze der fünf Herzen — Handflächen, Fußsohlen und Brust —;
  • kalte untere Gliedmaßen.

Diesem aufsteigenden Auflodern setzt man dann die rein yanghafte Natur des Beifußfeuers entgegen, um das umherirrende Feuer nach Mingmen zurückzuführen, in die Wohnstatt der Niere.

Das Verfahren gehört also sehr wohl zur Behandlung durch Mitgehen.

2.2. Warum die Moxibustion von Yong Quan das Feuer an seine Quelle zurückführt

Das Shao Yin ist der Angelpunkt des Yin. Am Tag zirkuliert das Abwehr-Qi in der Yang-Sphäre und man wacht; in der Nacht zirkuliert es in der Yin-Sphäre und man schläft, in fünfundzwanzig Umläufen, die vom Nierenmeridian ausgehen und die fünf Organe erreichen.

Arbeitet dieser Angelpunkt schlecht, so will man schlafen, ohne es zu vermögen.

Zhang Xichun schreibt, die Niere sei die Wurzel des ganzen Körpers: Sie hält das ursprüngliche Yin in Reserve, die erste Quelle des Daseins, und jedes Feuer, auf der Yin- wie auf der Yang-Seite, nimmt dort seinen Grund.

Yong Quan ist der Brunnenpunkt des Nierenmeridians und liegt in der Mitte der Fußsohle.

Was aus dem Körper heraustritt, tritt durch den Brunnen heraus, und der Brunnen entspricht dem Osten, dem Frühling, dem Anfang aller Dinge.

Das Qi des Nierenmeridians ist wie das Wasser einer hervorsprudelnden Quelle: Es kommt von unter dem Fuß und bewässert die fünf Organe und die sechs Eingeweide, die vier Gliedmaßen und die hundert Knochen.

Daher die Wahl dieses Punktes, um das Feuer an seine Quelle zurückzuführen.

Beim Patienten mit Yang-Mangel der Niere — bei dem das Wasser kalt geworden ist und den Drachen nicht mehr nährt — wärmt und stärkt das Moxen von Yong Quan unmittelbar das Yang der Niere: Das Wasser hört auf, kalt zu sein, und das Feuer, das seinen Platz verlassen hatte und nach draußen lief, kehrt nach Mingmen zurück, in die Wohnstatt der Niere.

Beim Patienten mit Yin-Mangel der Niere — bei dem das Wasser zu niedrig geworden ist und den Drachen nicht mehr nährt — lässt dieselbe Moxibustion das umherirrende Feuer ebenfalls hinabsteigen: Der Geist des Herzens findet seinen Frieden wieder, und der Schlaf kehrt in der Nacht zurück.

2.3. Muss die Moxibustion bei Hitze-Syndromen verboten werden?

Tang Rongchuan schreibt, dass das Feuer, wenn das Wasser der Niere ausreicht, im Inneren des Wassers verborgen bleibt, dass sein Glanz verhüllt bleibt und dass Drache und Donner nicht aufsteigen; ist das Wasser aber leer, so kehrt das Feuer nicht mehr an seine Quelle zurück.

Sobald das unzureichende Wasser das Feuer von Mingmen weder befeuchten noch nähren kann, hat dieses Feuer nichts mehr, woran es sich halten könnte, steigt jeden Tag ein wenig höher und zeigt sich in einem Hitzebild.

Daher wird die Moxibustion in der Klinik mit Vorsicht eingesetzt, um einen Yin-Mangel der Niere mit überschießendem Feuer nicht zu verschlimmern — und daher rührt die Kontroverse.

Zhang Zhongjing hat den Zwischenfällen und den Verboten der Methoden, die das Feuer einsetzen, lange Ausführungen gewidmet, und darin liegt der Ursprung der späteren Haltung, die die Moxibustion bei Hitze-Syndromen untersagt.

Doch diese Lehre hat einen genauen geschichtlichen Zusammenhang: Sie antwortete auf eine Zeit, in der diese Methoden in Mode waren und sogar missbräuchlich angewandt wurden, und ihr Zweck war es, an die Bedeutung der Bewahrung der Körperflüssigkeiten zu erinnern — nicht, die Moxibustion bei jedem Hitze-Syndrom zu verbieten.

In der Neuzeit hat Zhou Meisheng die Moxibustion sein Leben lang verteidigt und spät seine persönliche These formuliert: Bei Hitze-Syndromen ist die Moxibustion kostbar.

Yang Jizhou urteilt im Zhen Jiu Da Cheng, dass sich die Punkte der Akupunktur und die der Moxibustion weitgehend decken, dass sich aber Kopf und Gesicht, wo alle Yang zusammenkommen, sowie Brust und Zwerchfell, Sitz der beiden Feuer, nicht für eine reichliche Moxibustion eignen; dass dasselbe für Rücken und Bauch bei einem Patienten mit Yin-Mangel und Feuer gilt; und dass die Punkte der vier Gliedmaßen sich durchaus eignen.

Nirgends sagt er, dass ein Patient mit Yin-Mangel nicht gemoxt werden dürfe.

Alles hängt also von der Wahl des Punktes ab. Yong Quan liegt am Ort des äußersten Yin, am weitesten entfernt vom Organ des Feuers: Er kann einen Yin-Mangel mit überschießendem Feuer nicht verschlimmern und erlaubt es im Gegenteil, die rein yanghafte Natur des Beifußfeuers in den Dienst des Abstiegs des umherirrenden Feuers zu stellen, sodass der Geist des Herzens seinen Frieden wiederfindet und der Schlaf in der Nacht zurückkehrt.

3. Schluss

Das Feuer an seine Quelle zurückzuführen ist eine vortreffliche, von den Alten überlieferte Methode, und die Moxibustion von Yong Quan ist eine ihr angemessene Anwendung bei Schlaflosigkeit durch fehlende Verbindung von Herz und Niere.

Wasser und Feuer sind das größte Yin und das größte Yang des menschlichen Körpers. Indem man Yin und Yang durch die Besonderheit dieses Punktes regelt, lässt man das treibende Feuer hinabsteigen, das ursprüngliche Yin kehrt nach Mingmen zurück, das Wasser steigt und das Feuer sinkt, Herz und Niere verbinden sich wieder, das Yang tritt in das Yin ein, und der Schlaf kommt in der Nacht.


Erörterung des Mechanismus der Behandlung der Schlaflosigkeit durch fehlende Verbindung von Herz und Niere mittels der Moxibustion von Yong Quan, die das Feuer an seine Quelle zurückführt

He Yan'e, Tian Dehua, Du Chen — Schule für Akupunktur-Moxibustion und Tuina, Universität für Chinesische Medizin Chengdu, Sichuan, 610075

Shandong Journal of Traditional Chinese Medicine, 2012, 31(5), S. 343-344

Im Artikel zitierte Literatur

  1. Zhang Zhilin. Diagnostik und Behandlung der Schlaflosigkeit durch fehlende Verbindung von Herz und Niere. Zhongyiyao Xuekan, 2004, 22(8): 8.
  2. Zhang Xichun. Yixue Zhong Zhong Can Xi Lu. Shijiazhuang, Volksverlag Hebei, 1974: 578.
  3. Tang Zhaolin, Song Xiaoge. Untersuchung zum Mechanismus der „bei Hitze-Syndromen möglichen und kostbaren Moxibustion". Zeitschrift des Instituts für Chinesische Medizin Anhui, 2008, 27(1): 1.
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